2007
...und wir haben
noch lange nicht genug
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+++ Pressebericht aus dem Jahr 2007 +++

"FÜR UNSERE FAMILIE IST DIESE KITA EIN SEGEN"


Für uns ein Segen
Schon ein bisschen müde schlurft die kleine Lisa-Marie an der Hand ihrer Mutter in die Schwedter Kita "Schlaumäuse" in Brandenburg. Keiner braucht ihr zu sagen, wo sie hin muss. Das blau mit kleinen Sternchen tapezierte Zimmer kennt sie. Es ist bereits nach acht Uhr abends, und die Betreuerinnen haben das Bett für den jungen Gast bereits vorbereitet. Für die Fünfjährige ist es nicht der erste Besuch dieser Art. Ihre Mutter, die 44 Jahre alte Karin Jankowski, arbeitet bei einem der größten Arbeitgeber der Stadt. Wechselnde Tag- und Nachtschichten inklusive. "Früher habe ich mir den Kopf darüber zerbrochen, wer während einer Nachtschicht auf meine Tochter aufpasst", sagt sie, gibt ihrer Tochter nach einer Gute-Nacht-Geschichte noch einen KUSS und geht zur Arbeit. Früher dachte sie auch, sie sei eine schlechte Mutter, weil sie ihr Kind nachts weggibt. Doch andere Eltern zerstreuten die Zweifel.

Auch das Umfeld muss flexibel sein "Von uns wird im Job volle Flexibilität erwartet", sagt Michael Tümmler (45), der Vater, des vierjährigen Felix: "Dann muss sich das Umfeld auch anpassen." Schwer in einem Land, in dem es einfach zu wenig Betreuungsplätze für Kinder gibt. Überlegungen der Politiker, die Zahl der Kita-Plätze bis 2013 auf 750000 zu verdreifachen, helfen wenig. Eigeninitiative ist gefragt. Und das nahm Marlies Helsing (49) wörtlich. Die Erzieherin gründete unter der Regie des Vereins "Schnatterenten" die erste 24-Stunden-Kita "Schlaumäuse". Das Angebot für die 24 Kinder richtet sich zu 100 Prozent nach den Bedürfnissen der Eltern. "Eine Mutter, die um 5.30 Uhr morgens zur Arbeit muss, kann ihr Kind um 5 Uhr abliefern. Dann schläft es weiter bis zum gemeinsamen Frühstück um 7.30 Uhr." Übernachtungen sind auch möglich. Kosten: 40 Euro. Für die Eltern zwar eine Menge Geld, aber "für unsere Familien ist diese Kita ein Segen", sind sie sich einig. Und auch das größte Lob stammt von den Eltern. Die Erzieherin: "Es gibt Frauen, die sich nur deshalb für ein Kind entschieden haben, weil es den 24-Stunden-Service gibt."

[Freizeitspass, 18. April 2007]


[2007-04-18 13:11] Leg los - werd gross e.V.

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