2004
Super Kita-Angebot
kommt sehr gut an
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+++ Pressebericht aus dem Jahr 2004 +++

LESERBRIEF

Ein Gespräch zwischen Mutter und Sohn


Leserbrief
Ich bin eine Mama eines 3 jährigen Jungen aus Schwedt/Oder. Mein Sohn Justin geht jeden Tag bis zu 10 Stunden in die Kita "Schnatterenten". Seitdem er dort ist, bin ich einfach nur begeistert. Ich weiß, dass er dort Tag für Tag Erfahrungen machen darf, die nicht jedes Kind erleben kann. Die Kita ist uns als Eltern eine sehr große Stütze. Ich bin mir sicher, dass ich da auch für alle anderen Eltern der Schnatterenten spreche. Gerade dann, wenn es Probleme gibt, gibt es von den Erzieherinnen immer zwei offene Ohren und einen guten Rat.
Die Erzieherinnen der Kita "Schnatterenten" und die Einrichtung "Die Kraniche" haben es verstanden, wie wichtig es ist, schon die kleinsten Kinder zu selbstbewussten, toleranten und damit "sozialen" Menschen zu erziehen. Dass das schon mit ganz kleinen Bemühungen und ein wenig Einfühlungsvermögen möglich ist, soll mein Artikel verdeutlichen:

Morgens im Badezimmer. Mein Sohn Justin (3 Jahre alt) und ich machen uns für einen ganz normalen Tag in der Woche fertig. Ich muss in 30 Minuten im Büro sein, vorher bringe ich den Kleinen in die Kita. Justin freut sich auf den Tag. Er hat gute Laune und fragt mich, noch mit Zahnbürste im Mund: "Mama, gehen wir heut wieder zu die Kraniche? Kraniche? Ach ja, ich weiß, das ist die Gruppe behinderter Menschen mit denen die Kita "Schnatterenten" in Kontakt steht und sage: "Ich weiß nicht?! Ward ihr denn gestern da? "Ja... Aber Mama, die sind krank! Mein Sohn schaut mich dabei fast prüfend an und wartet auf Antwort. Ja, das stimmt, sie sind krank. Ich weiß mir nicht zu helfen und bohre nach: Was haben die denn, weißt du das? Er sprudelt förmlich, stolz mehr zu wissen: "Na, die können doch nicht laufen und nicht richtig sprechen... So blllrrr" Justin macht eine komische Bewegung mit seiner Zunge. Aber die sind gaaanz lieb. Jetzt werd ich doch etwas unbeholfen, habe Angst etwas Falsches zu sagen und bleibe positiv: "Ja, sie können nicht laufen, aber dafür haben sie ja einen Rollstuhl... Unterhältst du dich auch mit ihnen?" Zum Glück hat mein Sohn meine Unsicherheit nicht bemerkt und erzählt begeistert weiter. "Ja, so n Rollstuhl. Der ist ganz schnell und die lachen immer ganz viel. (Er grinst.) Die kenn ich ja schon, da haben wir mal Plätzchen gebacken und die kann man essen und die warn ganz lecker und ...
Die Zeit wird knapp, noch 20 Minuten. Anziehen und ab in den Kindergarten. Auf den Weg ins Büro geht mir unser Gespräch nicht aus dem Kopf. Dieser Morgen hat mir gezeigt, wie weit mir mein Sohn im Umgang mit behinderten Menschen voraus ist. Er hat ihn!
Danke Kraniche. Danke Schnatterenten.

[Blickpunkt Schwedt/Angermünde, 30. Oktober 2004]

[2004-10-30 21:24] Leg los - werd gross e.V.

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