2003
Endlich
haben wir es geschaft
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+++ Pressebericht aus dem Jahr 2003 +++

LERNEN MIT DEM ZAUBERSTAB

von EVA-MARTINA WEYER


Schlaumaeuse
Microsoft Deutschland hat die Bildungsinitiative "Schlaumäuse - Kinder entdecken Sprache" gestartet. Bundesweit dürfen 100 Kindergärten daran teilnehmen. Einer davon steht in Schwedt in der Dobberziner Straße. Es ist die Kita "Schnatterenten", deren Bewerbung um dieses Projekt erfolgreich war. Ziel der "Schlaumäuse" ist es, das Sprachvermögen von Vorschulkindern mit moderner Computertechnik zu fördern. Die Kinder spielen also am Computer. Eine Horrorvorstellung für die Eltern? Mitnichten. Schwedter Väter und Mütter sind sehr angetan davon.

Vanessa und Christian sind ganz in ihr Spiel vertieft. Sie haben den Computer, der sich bei Microsoft Tablet PC nennt, vor sich und folgen dem Zauberer mit dem Sternenstab. Dieser verlangt: "Ich möchte mich anziehen. Meine Socken sind unter dem Bett." Die Kinder suchen: Wo ist das Bett, wo ist "unten". Was sich für Erwachsene so leicht anhört, nämlich oben, unten oder neben einzuordnen, ist für Vier- und Fünfjährige mitunter noch knifflig. Wenn Christian und Vanessa die Socken gefunden haben, freut sich der Zauberer. Wenn nicht, fordert er: "Versuche es noch einmal." Dann beraten sich die Kinder. Auch das ist erwünscht. "Außerdem wird so ihre Ausdauer geschult und das genaue Zuhören", erläutert Marlies Helsing, Leiterin dieser privaten Kita in Schwedt.
Die Erzieherinnen greifen so gut wie gar nicht ein, wenn die Kinder am Computer sitzen. Allerdings steuern sie die Dauer des Spielens bzw. Lernens. Eine halbe Stunde genügt. Das ist nicht immer leicht durchzusetzen. Denn die Kinder lieben es, dem Zauberer, der Hexe oder dem Bären zu folgen. Regelmäßig werten die Erzieherinnen ihre Beobachtungen aus und geben sie, natürlich ohne persönliche Daten, an ein Team der Technischen Universität Berlin weiter. "Vanessa und Christian zum Beispiel haben schon richtig tolle Fortschritte gemacht", freut sich Marlies Helsing. Die TU Berlin begleitet dieses Projekt wissenschaftlich. Nach einem halben Jahr soll die von Mikrosoft bereit gestellte Computertechnik samt Modem, Drucker und Lemsoftware in den Besitz der Kita "Schnatterenten" über gehen.
Schon jetzt dürfen sich die Eltern der teilnehmenden Kinder die Lernsoftware mal mit nach Hause nehmen. "Wir haben die Eltern vor Projektbeginn ausführlich informiert und sind auf eine große Resonanz gestoßen", erinnert sich Marlies Helsing. Sie hatte dazu Ende September einen Workshop in Berlin absolviert. "Wir durften dabei alles ausprobieren und unsere Fragen stellen. Mit unseren zwölf Kindern sind wir ja nur eine kleine Kita. Deshalb haben wir wohl für etwas Aufsehen gesorgt", findet die Leiterin. Sechs der Mädchen und Jungen dieser Kita zeigen Interesse für das Projekt. Natürlich ist die Teilnahme freiwillig.
Die "Schnatterenten"wurden von Mikrosoft auch deshalb für das Projekt ausgewählt, weil sich der Kindergarten in einer strukturschwachen Region befindet und das Unternehmen gerade diese Kinder fördern will. Der nächste teilnehmende Kindergarten befindet sich in Eberswalde.

Weitere Informationen unter www.schlaumäuse.de

[Schwedt (MOZ), 1./2. 11. 2003]

[2003-11-01 21:34] Leg los - werd gross e.V.

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